was ist problematischer mediengebrauch? k . n i f - k re a t i v. n e t z & i n f o r m a t i o n was ist problematischer mediengebrauch? w enn man sich mit dem themenbereich problematischer mediengebrauch auseinander- setzt, wird man mit verschiedenen begrifflichkeiten konfrontiert. zum beispiel (patho - logische mediennutzung, exzessiver mediengebrauch, mediensucht oder problematischer medienkonsum, internetabhängigkeit etc.). das phänomen problematischer mediengebrauch wird unterschiedlich bezeichnet und unterliegt noch keiner einheitlichen wissenschaftlichen definition. folgend ein beispiel für diagnostische kriterien für pathologische internetnutzung/internet- abhängigkeit von young 1996, modifiziert von beard 2001: für die diagnose einer sucht müssen alle der ersten fünf kriterien zutreffen, sowie eines der letzten drei. alle folgenden kriterien (1-5) müssen zumindest eines der folgenden kriterien vorliegen (6 -8) muss vorliegen • ständige gedankliche beschäftigung mit dem internet: gedanken an vorherige online – aktivitäten oder antizipation zukünftiger on- line aktivitäten. • zwangsläufige ausdehnung der im internet verbrachten zeiträume, um noch eine befrie- dung zu erlangen. • erfolglose versuche, den internetgebrauch zu kontrollieren, einzuschränken oder zu stop- pen. • ruhelosigkeit, launenhaftigkeit, depressivität oder reizbarkeit, wenn versucht wird, den in- ternetgebrauch zu stoppen. • längere aufenthaltszeiten im internet als ur- sprünglich intendiert. • aufs-spiel-setzen oder riskieren einer engen beziehung, einer arbeitsstelle oder eines beruflichen angebots wegen des internetge- brauchs. • belügen eines familienmitgliedes, therapeu- ten oder anderen, um das ausmaß des inter- netgebrauchs und die verstrickung mit dem internet zu verbergen. internetgebrauch als ein weg, problemen auszuweichen oder dysphorische stimmungen zu erleichtern (wie gefühle von hilflosigkeit, schuld, angst, depression). • diagnostische kriterien zitiert aus: die aktion jugendschutz, landesarbeits- stelle bayern e.v. surfguide, damit spielen spass bleibt, münchen, 2012. www.spi-ost.de 6